Eigenverlag

Seit über 250 Jahren gab es keine numismatische Bearbeitung aller noch erhaltener Medaillen der Erzherzöge Leopold V., Ferdinand Karl, Sigismund Franz und der Erzherzogin Claudia de Medici. Dieses Buch beendet diesen Zustand und bietet numismatische wie historische Einblicke in die Entstehungsgeschichten solcher „Denkmäler für die Tasche“. Der Bogen spannt sich dabei von Grundsteinmedaillen über ovale Wahlspruchmedaillen bis hin zu Gnadenpfennigen. Im Zuge der umfangreichen Archivarbeit der Autorin konnten zahlreiche Fehlinterpretationen und Zuweisungen korrigiert werden. Nicht nur die Auftraggeber der Jüngeren Tiroler Linie kommen mittels ihrer Medaillen zu Wort, sondern im besonders umfangreichen Kapitel der „Gnadenpfennige“ eröffnet sich für die Leserin/den Leser ein weiterer Personenkreis – nämlich der der Empfänger. Aufgezeigt werden neben den historischen Ereignissen die zur Produktion der jeweiligen Medaillen gehören, auch die dahinter verborgenen Elemente der symbolischen Kommunikation und Machtmechanismen. Ebenso geben kurze Überblicke – Medaillenproduktion, Ablauf von Grundsteinlegungen, Normen der Geldgeschenke – Basisinformationen über Medaillen und ihre Verwendung im 17. Jahrhundert. Nicht zeitgenössische Medaillen und Medaillenabschläge komplettieren den analysierten Medaillenkorpus – ein posthumer Blick inklusive Augenzwinkern und Stirnrunzeln.
Abgerundet wird das Ganze mit Kurzbiografien der Habsburger und der namentlich festgestellten Stempelschneider. Ein vollständiger numismatischer Korpus findet sich am Schluss der über 130-seitigen hartcover-gebundenen Publikation.